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© Andi Graf; Pixabay

Hochwasser / Starkregen

Ob nun unmittelbare Folge des Klimawandels oder nicht - im Gegensatz zu früher nehmen Überschwemmungen heutzutage einen deutlich breiteren Raum in der öffentlichen Wahrnehmung ein. Die Ursachen für Hochwasser und Starkregen sind unterschiedlich, die Folgen oft dieselben – Überschwemmungen und damit verbundene Schadensereignisse.

Auch wenn die Gemeinde Nordheim in der Vergangenheit oftmals "Glück im Unglück" hatte, stehen doch mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei uns wieder entsprechende Schadensereignisse zu erwarten. Hierauf gilt es vorbereitet zu sein, so gut es eben geht.

Die Gemeindeverwaltung sieht in diesem Zusammenhang ihre Aufgabe insbesondere in der Information und Hilfestellung, wie potenziell Betroffene Vorsorge treffen können. Dazu muss man aber erst einmal wissen, ob man zum Kreis potenziell Betroffener gehört. Die folgenden Seiten sollen Ihnen dabei helfen.

Einführung in das Thema:
Hochwasser in Nordheim – Gefahren kennen, Schäden vermeiden

Welche verheerenden Auswirkungen ein Hochwasser haben kann, zeigten bundes- und landesweit zuletzt die Ereignisse im Juni 2013. Gott sei Dank blieb Nordheim von Überschwemmungen in den Ausmaßen, wie sie damals Teile unseres Landes betrafen, verschont.
Durch die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten, liegen in Baden-Württemberg erstmals flächendeckend Informationen vor, wo und mit welcher Wahrscheinlichkeit mit Hochwasserereignissen zu rechnen ist.
Auch in Nordheim kann es bei Hochwasserereignissen entlang des Katzentalbachs und des Breibachs zu Überflutungen kommen. Diese betreffen sowohl Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen als auch landwirtschaftliche Flächen. Bei einem extremen Hochwasserereignis können bis zu 350 Personen direkt von Hochwasser betroffen sein. Die Risiken für diese Personen zu minimieren ist vorrangiges Anliegen der Gemeinde.
Wie mit dem Hochwasserrisiko, das latent bei einem „Leben am Bach“ immer gegeben ist, umzugehen ist, wie aber auch diesem durch neue Kenntnisse über mögliche Ausbreitung und mögliche Wasserstände vorgebeugt werden kann, soll im Rahmen einer Informationsveranstaltung aufgezeigt werden, in der durch Vertreter des Ingenieurbüros „Büro am Fluss“ aus Wendlingen anhand von konkreten Hochwassergefahrenkarten für Breibach und Katzentalbach über eine mögliche Ausbreitung, Höhen von Hochwasserständen anhand unterschiedlicher Szenarien informiert wird.
Gemäß Wasserhaushaltsgesetz (§ 5 Abs. 2 WHG) ist zunächst einmal jede Person dazu verpflichtet, selbst Maßnahmen zur Eigenvorsorge für den Fall eines Hochwassers zu treffen. Eine systematische Vorsorge und das Wissen um die Gefahr sind der beste Weg, sich und seinen Besitz zu schützen.

 

Mit Inkrafttreten des neuen Hochwasserschutzgesetzes II Baden-Württemberg wurden auch für den Landkreis Heilbronn die Hochwassergefahrenkarten aktualisiert. Fortan liegen nun viele der Siedlungsbereiche in der Nähe von – bereits auch kleineren – Fließgewässern und damit innerhalb von festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten (HQ100) oder den daran anschließenden Risikogebieten (HQextrem).

Heizölverbraucheranlagen dürfen hier weiterhin – auch über das Jahr 2026 hinaus – betrieben und ausgetauscht bzw. je nach Einzelfallprüfung neu errichtet werden. Voraussetzung aber ist, dass auch die bestehenden Anlagen innerhalb festgelegter Fristen hochwassersicher nachzurüsten sind.

Zusätzlich unterliegen nun auch oberirdische Anlagen (Kellertanks) mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1.000 l (= 1 m³) hier - wie verpflichtend auch jene innerhalb der rechtskräftig ausgewiesenen Wasserschutzgebiete - den diversen Prüfpflichten durch unabhängige Sachverständige.

Mitarbeiter von Fachbetrieben oder Tankschutzfirmen erfüllen die neu vom Gesetzgeber vorgegebenen Voraussetzungen nicht mehr.

Auskünfte info.heizoel@landratsamt-heilbronn.de oder über die Telefonnummer 07131 994 528 oder die Faxnummer 07131 994 83 528 eingeholt werden.