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Biotopvernetzung  & Natur

Streuobstwiesen

Was ist Streuobstbau

 

Mit ihrer traditionellen Bewirtschaftungsweise sind Streuobstwiesen ein Teil unserer Landeskultur. Die Streuobstwiesen verdienen ihren Namen aufgrund der unregelmäßigen Anordnung und Zusammensetzung der Baumbestände. Die Bäume stehen im wahrsten Sinne meist „verstreut“ in der Landschaft, anders als bei der kommerziellen Obstplantage. Streuobstbau ist eine Form des Obstbaus, bei dem mit umweltverträglichen Bewirtschaftungsmethoden Obst und hochstämmige Baumformen erzeugt wird. Charakteristisch für Deutschlands Streuobstwiesen ist der Steinkauz. Die Streuobstwiesen sind ein wichtiger Bestandteil für die Erhaltung der Biologischen Vielfalt. Auf ihnen leben bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten. Den größten Teil der dort lebenden Tierarten nehmen Insekten, Bienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge oder Käfer ein.

 

 

Kostenlose Obsternte von gemeindeeigenen Bäumen

 

Bild Obstbäume

 

Die Gemeinde besitzt auf ihrer Markung verschiedene Obstbäume. Sie bietet interessierten Personen an, deren Obst kostenlos zu ernten. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Bauhof der Gemeinde, Tel. 07133 182-4020.

 

Biotopvernetzung

 

Sowohl im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts, als auch von Seiten der Gemeinderäte wurde wiederholt der Wunsch geäußert, dass die Gemeinde in Sachen Natur- und Klimaschutz aktiver werden soll. Gespräche mit dem Landratsamt Heilbronn brachten das Ergebnis, dass im ersten Schritt die Erstellung einer Biotopvernetzungskonzeption nach den Landschaftspflegerichtlinien erforderlich ist, um die Sinnhaftigkeit von Einzelmaßnahmen zu gewährleisten. Diese Konzeption ist Basis für spätere Maßnahmen im Bereich Naturschutz und zwingend erforderlich für die 

Beantragung von Zuschussmitteln für die Umsetzung eben dieser Maßnahmen.

 

Die Erstellung der Biotopvernetzungskonzeption wurde in der Gemeinderatssitzung vom 13.12.2019 beschlossen. Für den Prozess der Erstellung durch das Planungsbüro für Umweltmanagement und Landschaftsplanung LarS aus Göppingen sind die Jahre 2020 und 2021 vorgesehen. Mit der Umsetzung der Maßnahmen kann ab 2022 begonnen werden.

 

Beispiele für Maßnahmen, die in das Themengebiet einer Biotopvernetzungskonzeption fallen, sind das schon länger in Rede stehende Ackerrandstreifenprogramm, der Erhalt von Streuobstwiesen mit Bewirtschaftungszuschüssen, Blühstreifen, die Renaturierung von Gewässern und Gewässerrandstreifen oder der Erhalt und die Sanierung von Weinbergmauern.

 

Wesentliche Akteure sind neben den Landwirten die beiden Ortsbauernverbände, private Naturschützer, die Naturschutzbehörde im Landratsamt Heilbronn sowie Vertreter aus dem Gemeinderat und der Verwaltung.

 

 

 

 

Einladung zur Bürgerbeteiligung

 

Wussten Sie, dass in Nordheim und Nordhausen nicht nur die Feldlerche, sondern auch die seltene Heidelerche heimisch ist? Oder dass Rebhühner durch unser Offenland streifen? Auch der Steinkauz (siehe Foto) ist bei uns zu finden.

 

Diese und viele weitere interessante Erkenntnisse hat die bisherige Arbeit für die Biotopvernetzungskonzeption in den letzten Monaten ergeben.

 

Die Erstellung der Konzeption wurde vom Gemeinderat im Dezember 2019 beschlossen. Seitdem ist Landschaftsarchitekt Werner Strunk vom Büro LarS aus Göppingen aktiv, um verschiedenste Daten zusammenzutragen und zu verarbeiten. Das geschieht in engem Austausch insbesondere mit der Naturschutzbehörde im Landratsamt Heilbronn, den beiden Ortsbauernverbänden und mit Vertretern aus dem Gemeinderat. Die Ergebnisse von Gesprächen mit den Landwirten und privaten Naturschützern sind ein wesentlicher Baustein der Arbeit und haben ebenfalls Einfluss in den jetzigen Stand der Konzeption gefunden.

 

Im nächsten Schritt ist nun die Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Leider ist es derzeit wegen den Corona-Auswirkungen nicht möglich, dass die Akteure ihre bisherigen Ergebnisse im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorstellen. Gerne hätten wir dies gemacht, um den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit für Austausch und Anregungen im persönlichen Gespräch zu bieten. Doch die Beteiligung an sich soll nicht entfallen. Gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen Rückfragen, welche die Verwaltung erreichen und zeigen, wie wichtig der Bürgerschaft das Thema ist.

Um eine Corona-gerechte Beteiligung zu ermöglichen, können Sie von nun an auf der Homepage der Gemeinde Nordheim den aktuellen Entwurfsstand der Biotopvernetzungskonzeption aufrufen. Dort findet sich neben einem detaillierten Maßnahmenplan eine anschauliche Präsentation des Planungsbüros, die den Maßnahmenplan im Detail aufgreift und schon einige Handlungsoptionen aufgezeigt. Die Unterlagen sind weitgehend selbsterklärend.

Wir laden Sie hiermit herzlich ein, einen Blick in den derzeitigen Stand der Biotopvernetzungskonzeption zu werfen. Anregungen, Wünsche oder auch Bedenken bitten wir, uns idealerweise bis spätestens 14.6.2021 per Mail oder schriftlich zu schicken.

 

Nach der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen die Anregungen im bestehenden Arbeitskreis diskutiert und – soweit sinnvoll bzw. möglich - in die Konzeption eingearbeitet werden. Ende des Jahres wird dann die umfangreiche Arbeit abgeschlossen sein. Wesentlicher Bestandteil der Biotopvernetzungskonzeption ist u.a. ein Maßnahmenkatalog sowie die Priorisierung eben dieser Maßnahmen. Mit der Umsetzung erster Schritte kann im kommenden Jahr begonnen werden.

 

Anregungen und Fragen zum Thema nimmt gerne Herr Reegen (Tel. 07133/182-1312; matthias.reegen@nordheim.de) entgegen.