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Mitteilungsblatt Nordheim

Neues aus Nordheim und Nordhausen

Vorwarnung Starkregen – Die „Starkregensaison“ steht vor der Tür

Erfasst von: Redaktion, Aslan, Selin | 05.05.2026

Sommer, Sonne, Sonnenschein? Von wegen! Von Mai bis September hat Starkregen wieder Hochkonjunktur. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge ist vor allem der Juli von Extremniederschlägen betroffen. Aber auch im August und Juni häufen sich Überflutungsereignisse in Folge von Starkregenereignissen. Und nicht nur das: Durch den Klimawandel beginnt die sogenannte „Starkregensaison“ jetzt immer früher. So traten die ersten heftigen Niederschläge in den letzten Jahren bereits Mitte April auf.

Werden Sie aktiv und schützen Sie sich, Ihre Angehörigen und Ihr Haus. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Haus gegen Hochwasser versichert ist und integrieren Sie eine Elementarversicherung in Ihre bestehende Versicherung. Das Land, der Landkreis oder die Gemeinde sind andernfalls nicht dazu verpflichtet, für Schäden aufzukommen.

Bei einem Einsatz ist die Feuerwehr stark ausgelastet. Kontaktieren Sie diese nur in dringenden Notfällen, wenn beispielsweise gefährdete Personen in Sicherheit gebracht werden müssen oder Schadstoffe wie Heizöl ausgetreten sind oder Gasgeruch auftritt. Wenden Sie sich ansonsten bitte an den Hochwasserschutz-Beauftragten.

Quelle Textauszüge: Glems Region

Hochwasserbw.de

Zentrale Internetplattform zum Hochwasserrisikomanagement in Baden-Württemberg des Ministeriums für Umwelt, Energie und Wirtschaft

https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/buergerinnen- und-buerger-vor-dem-hochwasser

Was tun, wenn ein Hochwasser oder Starkregen droht?

Extreme Wetterereignisse sind bundesweit und wie die Vorfälle der vergangenen Jahre immer wieder zeigen auch in unserer Region keine Seltenheit. Insbesondere Starkregenereignisse nehmen zu und können auch in Siedlungsgebieten fernab von Flüssen zu katastrophalen Überschwemmungen führen. Um sich vor diesen Ereignissen besser zu wappnen, gilt es, bereits im Vorfeld Vorkehrungen zu ergreifen. Schon mit kleinen Maßnahmen können Sie sich und Ihre Mitmenschen schützen und Schäden an Ihren Gebäuden vermeiden.

Maßnahmen für Hauseigentümer*innen und Mieter*innen:

  • Informieren Sie sich über die Gefahrensituation Ihres Hauses beziehungsweise Ihrer Wohnung anhand der Hochwassergefahrenkarten. Diese zeigt, welche Bereiche betroffen sind, wenn das Gewässer über die Ufer tritt und ist über den Umwelt-Daten und -Karten Onlinedienst UDO einsehbar: https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/.
  • Um zu prüfen, inwiefern Ihr Haus beziehungsweise Ihre Wohnung von Starkregen betroffen ist, sichten Sie die örtlichen Starkregengefahrenkarten. Sie finden diese im Internet auf der Homepage der Gemeinde Nordheim unter „Leben & Wohnen“ und dort unter der Rubrik „Hochwasser/Starkregen“ (https://www.nordheim.de/website/de/leben/hochwasserschutz).
  • Begrenzen Sie den Wasserzufluss und schaffen Sie aktiv Versickerungsmöglichkeiten (bspw. Entsiegelung und Bepflanzung von Flächen, Nutzung von Regenwasser mittels Zisternen). Bedenken Sie, dass das Wasser nicht zum Nachteil der Nachbarn ab- oder umgeleitet werden darf (§ 37 Wasserhaushaltsgesetz). Für weitere Informationen wenden Sie sich an das Bauamt.
  • Sorgen Sie vor, um den Wassereintritt zu vermeiden. Bauen Sie Rückstauklappen bzw. Hebeanlagen ein, um den Rückstau durch den Abwasserkanal ins Gebäude zu unterbinden. Informieren Sie sich hierzu bei einem zuständigen Fachbetrieb für Sanitär-Heizung-Klima-Innung.
  • Sichern Sie sich finanziell durch eine Elementarversicherung ab. Schäden durch Hochwasser und Starkregen sind nicht automatisch in Ihrer Hausrat- oder Haftpflichtversicherung inbegriffen.
  • Erstellen Sie einen privaten Alarm- und Einsatzplan. Sprechen Sie sich mit Nachbarn ab, falls Sie arbeits- oder urlaubsbedingt nicht vor Ort sind.
  • Dokumentieren Sie vorab Ihr intaktes Eigentum für die Schadensanzeige nach dem Ereignis.
  • Schalten Sie den Strom für gefährdete Gebäudeteile ab und sichern sie Chemikalien, Gifte, Ihre Heizungsanlage und Ihren Öltank.

Maßnahmen für Unternehmer*innen:

  • Informieren Sie sich über die Risiken anhand der Hochwassergefahrenkarte bzw. der Starkregengefahrenkarte. Diese zeigen, welche Bereiche betroffen sind und sind einsehbar unter: https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/ bzw. https://www.nordheim.de/website/de/leben/hochwasserschutz.
  • Prüfen Sie den Schutz Ihres Betriebsgeländes und welche Gefahren für Ihren Betrieb drohen (bspw. Ausfall der Energieversorgung).
  • Richten Sie technische Schutzvorrichtungen ein, um Ihr Gebäude sowie Maschinen und Betriebsmittel zu sichern.
  • Prüfen Sie, welche Gefahren von Ihrem Betrieb ausgehen könnten (bspw. Lagerung von Chemikalien) und sprechen Sie sich evtl. mit Feuerwehr oder Dritten ab.
  • Erstellen Sie einen betriebsbezogenen Notfall- und Krisenmanagementplan und führen Sie regelmäßige Notfallübungen durch.
  • Klären Sie vorab etwaige Haftungsfragen und prüfen Sie Ihre Versicherungsverträge sowie finanzielle Rücklagen für den Schaden durch Hochwasser und Starkregen und einen etwaigen Betriebsausfall.

Quelle Textauszüge: Glems Region

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