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Interview mit der Nordheimer Müllerin Carina Grittner

Erfasst von: Redaktion, DS | 13.01.2022 – 20.01.2022

Bild Carina Grittner

 

Carina Grittner hat ihre Ausbildung zur Verfahrenstechnologin in der Mühlen- und Getreidewirtschaft mit der Fachrichtung Müllerei in der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen mit Auszeichnung abgeschlossen. Im Interview haben wir die 20-Jährige Nordheimerin zu Ihrem vielleicht nicht ganz so alltäglichen Beruf befragt.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Grittner! Sie sind Landessiegerin und Bundessiegerin beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Wie kam es dazu?

Carina Grittner: „In meinem Beruf unterscheidet man zwischen den drei Bereichen Mehlmüllerei, Futtermüllerei und Flockenmüllerei. Für die Gesellenprüfung bekommt man aus einem Bereich eine Aufgabe zugelost. Meine Prüfungsaufgabe war es Mehl und Grieß herzustellen. Mit dem Ergebnis habe ich dann zunächst den Landespreis erhalten und wurde im Anschluss Bundessiegerin im Deutschen Handwerk.“

Wie sind Sie zu diesem Ausbildungsberuf gekommen? 

„Nach meinem Abitur wollte ich zunächst studieren. Zuvor habe ich einen Ferienjob bei der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen gemacht, um noch etwas Geld zu verdienen. Die Arbeit dort hat mir großen Spaß gemacht und ich empfand den Beruf als sehr spannend. Daraufhin habe ich mich bei meinem Chef erkundigt, ob auch Ausbildungsplätze angeboten werden. So wurde aus dem Ferienjob ein Ausbildungsvertrag. Die Berufsbezeichnung Verfahrenstechnologin in der Mühlen- und Getreidewirtschaft mit der Fachrichtung Müllerei finde ich allerdings viel zu sperrig. Ich bezeichne mich immer als Müllerin. Das ist deutlich greifbarer.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? 

„Einen typischen Arbeitsalltag gibt es bei uns nicht. Da wir mit einem Naturprodukt arbeiten, muss man es nehmen, wie es kommt. Wir verarbeiten das Korn nach den Wünschen unserer Kunden und kümmern uns um die Maschinen und Reparaturen. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Das gefällt mir sehr gut.“

Haben Sie eine besondere Beziehung zum Mehl? 

„Ich backe sehr gerne. Durch den Beruf bekommt man nochmal einen ganz anderen Bezug zum Mehl.“

Wie geht es beruflich für Sie weiter? 

„Ich möchte zunächst weiter Berufserfahrung sammeln und dann in 3 Jahren den Meister machen.“

Was machen Sie in ihrer Freizeit?

„Ich bin Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr und habe ein Pferd, was ein sehr zeitintensives Hobby ist. Wenn dann noch Zeit bleibt, backe ich gerne.“