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Mitteilungsblatt Nordheim

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Was wird aus der Ortsmitte von Nordhausen?

Erfasst von: Redaktion, DS | 23.09.2021 – 30.09.2021

Bürgerinformation mit gutem Besuch und regem Meinungsaustausch

Vergangenen Donnerstag fand die erste Bürgerinformation zur Entwicklung der Ortsmitte von Nordhausen statt. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger kamen in die Willy-Weidenmann-Halle und haben den Ausführungen von Bürgermeister Schiek und Professor Zoeppritz, dem beratenden Stadtplaner der Gemeinde, zugehört und interessiert Fragen gestellt. 

Eine fertige Planung gibt es noch nicht. Dennoch hat sich die Gemeinde für diese erste Bürgerinformation in sehr frühem Stadium entschieden, um alle Interessierten in den spannenden Planungsprozess mitzunehmen. 

 

Bild 1 Ortsmitte von Nordhausen

„Ortsmitte NHS“: Von der Möglichkeit, die beiden denkmalgeschützten Gebäude zu besichtigen, wurde vor der Bürgerinformation reger Gebrauch gemacht.

 

Nach einleitenden Worten von Bürgermeister Schiek verdeutlichte Professor Zoeppritz die Situation auf der zur Verfügung stehenden Fläche in der Ortsmitte. Im Mittelpunkt steht dabei der Umgang mit den denkmalgeschützten Gebäuden Waldenserstraße 10 und 14 sowie dem alten Schulhaus mit dem dahinter liegenden Waldensergarten. Anhand skizzenhafter Entwürfe zeigte Professor Zoeppritz, dass eine Bebauung neben bzw. südlich der Denkmale zwar möglich, aber immer in Zusammenhang mit den vorhandenen Gebäuden zu betrachten ist. Aspekte wie Barrierefreiheit, Nutzungszwecke sowie die Parkplatzsituation sind dabei nur die wichtigsten Stichworte, die eine Rolle spielen.

Vor der Veranstaltung und in einer Pause konnten sich die Besucher anhand der ausliegenden Entwürfe Eindrücke von den Überlegungen machen. Die Gelegenheit für Fragen wurde anschließend erfreulich rege genutzt- 

Dabei wurde deutlich, dass die denkmalgeschützten Gebäude überwiegend als ortsbildprägende und zu erhaltende Elemente des Waldenserortes gesehen werden. Dem entspricht der Ansatz von Professor Zoeppritz, der dies – mit Ausnahme einer Variante, in welcher das Gebäude Waldenserstraße 10 entfallen würde – durchgängig so berücksichtigt hat. Stimmen, welche sich den Abriss der Gebäude zugunsten einer passenden Neubebauung vorstellen können, waren an diesem Abend deutlich in der Minderheit. 

Klar wurde aber, dass es unterschiedliche Meinungen geben kann und dass einige Fragen derzeit noch nicht beantwortet werden können. Den Wunsch nach einer öffentlichen Nutzung, der vor allem für die bestehenden Gebäude formuliert wurde, beantwortete der Bürgermeister mit der Frage nach einem Bedarf und mit der Aufgabe der Finanzierung. 

An diesem Abend stand der gemeindeeigene Bereich in der Ortsmitte im Mittelpunkt, der mit den bestehenden Gebäuden nicht nur Herausforderungen enthält, sondern schon durch die Größe der Fläche – so Bürgermeister Schiek – auch als herausragende Chance zur Aufwertung von Nordhausen verstanden werden sollte. 

Diese Wirkung, die Ausstrahlung auf den ganzen Ort, war gleich mehreren Bürgern wichtig, die sich zu Wort gemeldet haben. Die Ortssanierung soll als Ganzes betrachtet werden. Ein Gesamtkonzept zum Ortskern und eine rege Bürgerbeteiligung am Planungsprozess ist wichtig. 

Die eingegangenen Anregungen sollen nun in die weitere Entwicklung einfließen, mit der sich der Gemeinderat sobald als möglich auseinandersetzen wird. Natürlich wird darüber per Mitteilungsblatt und Homepage informiert.