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Was tun bei Hochwasser und Hochwasser infolge von Starkregen?

Erfasst von: Redaktion, DS | 09.09.2021 – 16.09.2021

Bei einem Starkregenereignis fallen teilweise mehr als 100 Liter pro Quadratmeter in einem Zeitraum von ein bis zwei Stunden. Das entspricht etwa einem Siebtel dessen, was in Baden-Württemberg normalerweise innerhalb eines ganzen Jahres fällt.

Auch das Thema Hochwasser ist nach wie vor aktuell. In den letzten Jahrzenten sind vermehrt schwere Hochwasserkatastrophen, sogenannte Jahrhunderthochwasser“, aufgetreten. Diese sollten, statistisch gesehen, nur einmal in 100 Jahren auftreten.

Bei derartigen Naturkatastrophen ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld einen persönlichen Notfallplan zu erstellen. Bitte beachten Sie folgende Punkte:

  • Der Schutz von Menschen- und Tierleben hat oberste Priorität und Vorrang vor dem Erhalt von Sachwerten.
  • Schalten Sie den Strom komplett aus (Sicherung raus). Schalten Sie auch elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab.
  • Verschließen Sie leck geschlagene Tanks, um das Risiko einer Explosionsgefahr zu vermeiden.
  • Meiden Sie überflutete Straßen und Flächen. Die starke Strömung kann Sie mitreißen und Ihrem Auto droht ein Motorschaden.
  • Wenden Sie Ihren persönlichen Maßnahmenplan an.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Rettungskräfte.
  • Bei einem Einsatz ist die Feuerwehr stark ausgelastet. Kontaktieren Sie diese nur in dringenden Notfällen, wenn beispielsweise gefährdete Personen in Sicherheit gebracht werden müssen oder Schadstoffe austreten oder Gasgeruch auftritt. Ansonsten gilt: Wenden Sie sich an andere Betroffene und organisieren Sie Nachbarschaftshilfe.
  • Betreten Sie keine Keller oder Tiefgaragen! Bereits wenige Zentimeter Wasser können Türen blockieren und eine Flucht unmöglich machen.
  • Begeben Sie sich mit Ihrem Notfallrucksack in ein höher gelegenes Stockwerk.
  • Beginnen Sie mit den Abpumparbeiten gefluteter Räume erst, wenn Sie sicher sind, dass der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist. Ein vorschnelles Abpumpen kann zu Stabilitätsverlusten und dauerhaften Schäden am Mauerwerk Ihres Hauses führen.

Mehr Informationen finden Sie auf www.hochwasser-bw.de, in der Rubrik „Aktiv werden“ unter dem Link „Hochwasservorsorge“.

 

Katastrophentourismus bei Hochwasser und Starkregen: Was sollen Bürger*innen nicht tun?

Hochwasser und Starkregenereignisse sind Naturphänomene, deren Zerstörungskraft eine hohe Anziehungskraft auf viele Bürger*innen ausübt. Aus Neugierde begeben sich Bürger*innen bundesweit selbst in Gefahr und stören die Rettungsarbeiten. Während bei Hochwasser die Wassermassen allmählich steigen, löst Starkregen häufig Sturzfluten aus. Diese haben ungeahnte Kräfte, weshalb dringend vom Aufsuchen der betroffenen Gebiete abgeraten wird.

  • Halten Sie sich nicht im Freien auf. Es besteht Gefahr durch umstürzende Bäume, aufgeschwemmte Gullideckel und mitgerissene Fahrzeuge.
  • Fahren Sie nicht aus Neugier mit dem Rad oder dem Auto in überflutete Bereiche. Sie blockieren dadurch Zufahrtsstraßen und Aufstellplätze für die Rettungskräfte sowie mögliche Fluchtwege für betroffene Bürger*innen.
  • Gehen Sie nicht in den umliegenden Badeseen baden oder schwimmen. Hier droht Lebensgefahr! Aufgrund der Überlastung der Kanalisation bei einem Starkregen gelangt ungeklärtes Wasser über die Notauslässe in die umliegenden Seen und Flüsse.
  • Begeben Sie sich keinesfalls in die Nähe der Sturzfluten, um zu schwimmen, zu surfen oder mit dem Boot zu fahren. Sie bringen sich selbst und auch Rettungskräfte in Lebensgefahr. Zudem gelangt aufgrund der Überlastung der Kanalisation ungeklärtes Wasser in die umliegenden Seen und Flüsse.
    (Quelle: Glems Region)