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Frostschutz von Haus-, Garten- und Bauwasserleitungen

Erfasst von: Redaktion, DS (12.01.2021)

 

Freiliegende Wasserleitungen sind bekanntlich frostgefährdet. Um Wasserzähler und Wasserleitung vor dem Einfrieren zu schützen, sollten rechtzeitig die notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Dazu gehört, insbesondere in Kellern, in der Nähe von Wasserzählern und Wasserleitungen, Türen und Fenster immer geschlossen zu halten und undichte Stellen im Mauerwerk, wie Mauerbrüche usw. abzudecken. Gartenleitungen und ähnliches, sowie Leitungen in unbewohnten, frostgefährdeten Räumen sind rechtzeitig abzusperren und zu entleeren. Absperrventile in Kellern und Schächten sowie Zapfventile innerhalb der Anwesen sind auf ihre Dichtheit zu prüfen und gegebenenfalls instand zu setzen.

 

Wichtig ist, sich von der Dichtheit der Hauptabsperrvorrichtungen im Keller zu überzeugen, um Wasserverluste über den Winter zu vermeiden. Wasserzähler und Zuleitungsrohre in nicht frostsicheren Räumen vor und hinter den Wasserzählern sind mit Isolierstoffen zu umhüllen. Bei Wasserzählerschächten im Freien ist ein Zwischenboden einzulegen. Für Wasserverluste oder Schäden an Wassermessern durch Frosteinwirkungen sind grundsätzlich die Wasserabnehmer verantwortlich.

 

Der Bauhof weist auf diese Bestimmungen besonders hin. Eine etwa notwendige Absperrung von Hauptabsperrschiebern auf der Straße für Hausanschlussleitungen besorgt auf Antrag die Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG).

 

Wenn trotz aller Vorsorge doch eine Leitung eingefroren ist, sollte am Besten ein Fachmann herbeigeholt werden. Der eingefrorene Leitungsteil sollte auf jeden Fall von der Versorgung abgetrennt, der Haupthahn für das gesamte Gebäude sollte geschlossen werden.

 

Der größte Fehler und höchst brandgefährlich ist es, Auftau-Maßnahmen mit offenen Flammen zu unternehmen.

 

Praktikable und ungefährliche Auftaumethoden, die grundsätzlich vom geöffneten Hahn in Richtung der blockierten Strecke beginnen, sind:

 

1. Leitungen mit heißen Tüchern oder Gummiwärmflaschen auftauen. Aber langsam
und vorsichtig, sonst kann das Rohr platzen.

2. Leitungen mit Heißluft anblasen oder mit warmem Wasser begießen.

3. Elektrische Wärmequelle nur benutzen, wenn sich keine entzündlichen Stoffe wie Textilien, Kunststoffe oder Holz im Strahlungsbereich befinden.

4. Nach dem Auftauen Leitungen und Anlageteile wieder auffüllen und auf Dichtheit prüfen, da durch die Frosteinwirkung eventuell Brüche aufgetreten sind.