Neues aus Nordheim und Nordhausen

Corona

Erfasst von: Redaktion, WZ (23.03.2020)

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Nordheim und Nordhausen,

 

als wir vor Wochen Fotos aus China sahen, wo ein neuartiges Virus dafür sorgte, dass das öffentliche Leben lahmgelegt wurde, da haben sicher die Wenigsten von uns erkannt und geahnt, was auf uns zukommt. Doch es ist geschehen, womit wir nie gerechnet haben: Die weltweite Corona-Pandemie bedroht auch uns, die Lage ist sehr ernst.

Um Sorge dafür zu tragen, dass unser Gesundheitssystem die große Herausforderung möglichst gut bewältigt, haben die Regierungen und alle Verantwortlichen, auch wir, Regelungen getroffen, die unseren gewohnten Alltag teils sehr stark beschränken. Das gefällt nicht jedem und natürlich sind Corona und die Auswirkungen davon DAS Thema.

Doch es ist nicht die Zeit für Parolen und Mutmaßungen. Solange wir es nicht besser wissen, sind die Versuche, die Ansteckungsrate zu verringern, die beste Methode zur Selbsthilfe. Das geht am sichersten dadurch, dass die Zahl der sozialen Kontakte möglichst stark beschränkt wird. Die allermeisten zeigen Ihren Gemeinsinn und halten sich an die Regelungen. Nur wenige zeigen sich sehr egoistisch, gefährden mit ihrem unsozialen Verhalten sich und andere.

Was bisher zu erleben ist, macht Mut. Die Versorgung mit allem Wichtigen funktioniert. Die notwendige Infrastruktur ist intakt, es ist Vorsorge getroffen für die weitere Entwicklung. Die Versorgung mit Lebensmitteln funktioniert, auch wenn einzelne Beschränkungen erforderlich sind, weil manche überdrehen und zum Beispiel Toilettenpapier hamstern. Muss man das verstehen?

Besonders erfreulich sind die vielen Hilfsangebote, die bei uns im Rathaus ankommen. Viele Bürgerinnen und Bürger aus beiden Ortsteilen haben sich bereit erklärt, ehrenamtlich dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Weil möglicherweise gerade jene, die nicht über Internetanschluss verfügen oder kein Mitteilungsblatt haben, von diesen Hilfsangeboten nicht wissen, wurden in dieser Woche alle Haushalte durch ein Schreiben informiert.

Wer Hilfe braucht, ist eingeladen, von den Hilfsangeboten Gebrauch zu machen. Rufen Sie bei Bedarf unsere Telefonnummer 07133/182-333 an, mailen Sie an nachbarschaftshilfe@nordheim.de oder wenden Sie sich an eine der Adressen, die dazu veröffentlicht sind.

Allen, die bisher schon ihre Hilfe angeboten haben; allen, die an ihrem Platz ihren Teil dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft und Gemeinschaft möglichst gut durch diese herausfordernde Zeit kommt, danke ich sehr herzlich. Ihr Verhalten macht zuversichtlich und lässt an das Gute glauben.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie wohlbehalten und gesund bleiben oder werden

und grüße Sie freundlich

Ihr

Volker Schiek
Bürgermeister