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September-Stammtisch: Braun - berühmter Arzt und Schriftsteller (1774-1848)

Erfasst von: El-Kothany, Helga (13.09.2018)

Immer wieder gelingt es dem Zabergäuverein, bedeutende Persönlichkeiten wie den Arzt Friedrich Eberhard Braun aus Güglingen interessierten Stammtischbesuchern vorzustellen. Die Historikerin Ute Ecker-Offenhäußer hat nach intensivem Studium herausgefunden, wie viele Spuren der Sohn des Güglinger Oberamtmanns hinterlassen hat. Studiert hat Braun Medizin in Tübingen. Das Studium damals war sehr theoretisch angelegt. Praktische Erfahrung sammelte er in einem französisch –deutschen Militärhospital, kam dann 1789 als praktischer Arzt in „Stadt und Amt Güglingen“,  allerdings mit einer nicht üppigen Besoldung als „Unterarzt“ mit 250 Gulden. Das sollte ihn aber nicht daran hindern, dieses Amt bis zu seinem Tode 50 Jahre lang auszuüben in Konkurrenz zu verschiedenen Heilern, denen die Landbevölkerung zugetan war. Neben der „inneren“ Medizin konzentrierte er sich auf die Bekämpfung der Pocken, behandelte kostenlos die Armen. 1817 eröffnete er ein „privates Irreninstitut“ als Möglichkeit, diesen damals unmenschlich behandelten „Geistesverwirrten“ Zuwendung zu geben. Mit dem frühen Tod seiner Frau 1818 endete die Einrichtung. Neben seiner Arztpraxis las er eifrig Fachliteratur und veröffentlichte über 20 medizinische Schriften. sz