Mitteilungsblatt Nordheim

Mitteilungsblatt > Rubrikenübersicht > Neues aus Nordheim und Nordhausen > Bau der Ortsumfahrung Nordhausen ist im Zeitplan

Neues aus Nordheim und Nordhausen

Bau der Ortsumfahrung Nordhausen ist im Zeitplan

Erfasst von: Büchele, Birgit (16.05.2017)

Es ist nicht zu übersehen; der Bau der Ortsumfahrung Nordhausen kommt voran. An verschiedenen Stellen auf der zwei Kilometer langen Straßentrasse sind die Kolonnen der vom Land beauftragten Firma Strabag oder von ihr beauftragte Nachunternehmer an der Arbeit. Inzwischen sind die Bauwerke, wie z.B. der Wegedurchlass zwischen Nordheim und Nordhausen, der Regenüberlauf oder das Klärbecken weitgehend fertig. Auch der Regenwasserkanal ist schon zum größten Teil hergestellt; am vergangenen Samstag wurde die Kreisstraße nach Hausen über-, genauer gesagt unterquert, wozu die Straße vorübergehend gesperrt werden musste.

 

Links ist einer der Einstiege ins Regenklärbecken zu sehen; hinter dem Radlader steht schon das Regenüberlaufbauwerk. Parallel wird das geplante Rückhaltebecken profiliert und der Damm im Vordergrund aufgebaut; im Hintergrund sieht man unter der Baggerschaufel einen der großen LKW’s, welche in dieser Woche mit der Anlieferung des notwendigen Fremdmaterials begonnen haben.

 

In den nächsten Tagen wird der Kanal bis zum Beginn der neuen Straße aus Dürrenzimmern kommend verlegt sein. Das gesamte Oberflächenwasser der neuen Straße fließt dann in diesem Kanal Richtung Gewann Seewiesen, wo ein Klärbecken und ein Rückhaltebecken dafür sorgen, dass die Niederschläge „geordnet“ in den Breibach gelangen oder vorher im Klärbecken abgefangen werden.

 

Im Bereich des eigentlichen Straßen- und Wegebaues wird Schicht um Schicht auf die planmäßigen Höhen zugearbeitet. Der Abtrag ist weitgehend erledigt; südlich von Nordhausen wird der Boden mit Weißfeinkalk verbessert. Dieses Material wird ins Erdreich eingefräst und dann mit einer Walze stark verdichtet. Intensive Kontrollen der Standfestigkeit und der Materialbeschaffenheit sollen die langfristige Qualität der neuen Straße gewährleisten.

 

Mit PS-starkem Gerät wird die Fräse angetrieben, die den gut erkennbaren weißen Kalk in den Boden einarbeitet. Hinterher kommt die Walze und verdichtet, so dass ausreichende Tragfähigkeit besteht.

 

Im Bereich der Breibachquerung wird nicht abgetragen, sondern aufgefüllt. Dort wird die Ortsumfahrung auf einem zu schüttenden Damm über die Geländesenke geführt. Das von der Baustelle selbst zur Verfügung stehende Material reicht für diesen Damm nicht aus; insgesamt müssen rund 16.000 Kubimeter Fremdmaterial zugefahren und eingebaut werden. Auch dieses Material wird intensiv kontrolliert; das Land als Bauherr will wissen, was auf seiner Baustelle geschieht – und wir auch.

Noch keine genauen Daten gibt es zu den absehbaren Verkehrsbeeinträchtigungen, die mit dem Anschluss der Ortsumfahrung ans bestehende Straßennetz zwangsläufig entstehen werden. Die notwendige einspurige Verkehrsführung wird trotz Ampelregelung voraussichtlich dazu führen, dass insbesondere während den Zeiten des Berufsverkehrs Geduld gefragt ist. Sobald Genaueres bekannt ist, werden wir informieren.

Wer bewegte Bilder von der Ortsumfahrung sehen möchte, findet diese im Bautagebuch zur Ortsumfahrung unter www.nordheim.de im Internet.